Am 3. Juli 2026, dem letzten Schultag vor den Sommerferien, wurde es mittags noch einmal richtig voll auf dem Schulhof an der Windmühlenstraße 4: Schulkinder, Eltern, Lehrkräfte, Nachbarn, Vertreter des Diakonievereins und geladene Gäste wie Oberbürgermeister Armin Schenk, Landrat Andy Grabner und die schulfachliche Referentin Mandy Knopf kamen zusammen, um symbolisch den Grundstein für ein umfassendes Bauvorhaben zu legen.
Das war er, der Moment, als alle Schulkinder ganz dicht dran sein wollten: Eine bronzene Schatulle in Rohrform verschwand langsam im Boden, der kurz danach fest verschlossen wurde. Genau an der Stelle, an der bald ein neues Gebäude für den Ganztag der Evangelischen Grundschule entstehen wird. Fest eingeschlossen in der „Zeitkapsel“ sind nun u.a. eine aktuelle Tageszeitung, die Baupläne, ein Teamfoto und die guten Wünsche der Schülerinnen und Schüler für „ihr“ neues Gebäude.
In diesem sollen ein großer Speise- und Mehrzwecksaal, Küche und Kinderküche, eine Bibliothek und natürlich die neuen Horträume Platz finden. Per Verbinder wird das neue Gebäude dem alten angeschlossen. Und auch auf dem Außengelände wird sich einiges verändern: ein „Klassenzimmer im Grünen“ mit Lehr- und Kräutergarten soll entstehen und eine Bühne für Feste. Für die ebenfalls ins Auge gefasste Rollerbahn werden noch Spenden gesammelt.
Die umfangreichen Baupläne, die u.a. auch eine energetische Ertüchtigung von Sporthalle und Alt-Gebäude vorsehen, wurden während der Veranstaltung von dem verantwortlichen Architekten Prof. Wolfgang Kühn anhand von Skizzen und Visualisierungen vorgestellt.
Oberbürgermeister Armin Schenk wies in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit der Evangelischen Grundschule für die Stadt Bitterfeld-Wolfen hin und wünschte dem Bauprojekt gutes Gelingen. Dass dazu auch göttlicher Beistand und die nötige Besonnenheit gehören, darauf wies Superintendentin Dr. Gabriele Metzner, Kuratoriumsmitglied des Diakonievereins, in ihrer kurzen Andacht hin.
Nach der Versenkung der Schatulle und dem Abschluss der symbolischen Fundamentlegung klang der Nachmittag bei Kuchen, Würstchen im Brötchen, Getränken und einer Tombola aus. Alle Erlöse wurden für die Gestaltung des Spielbereichs des neuen Außengeländes gespendet. Dafür und für die spontanen Spenden des Schul-Fördervereins und der Stadtsparkasse Dessau danken der Diakonieverein und die Schule sehr herzlich!
Michael Bartsch, Theologischer Vorstand des Diakonievereins, fasste die Stimmung während der Veranstaltung und die Zukunftsaussichten für die Schule so zusammen: „Wir freuen uns sehr, dass der Diakonieverein mit dem heutigen Tag einen grundhaften Ausbau und die energetische Sanierung des Areals in der Windmühlenstraße starten kann. Zielstellung ist ein qualitativ hochwertiges, nachhaltiges und schönes Ensemble, in dem wir gut „Evangelische Schule“, werteorientiert und reformpädagogisch machen können. – Für unsere Kinder!“
Der echte Baustart erfolgt noch im Juli. Der Neubau wird mit Mitteln des Bundes aus dem Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau für Grundschulkinder gefördert.





















