Am Montag waren Sechstklässler der Ganztagsschule Roitzsch im Rahmen eines Schulpraktikums im Berufsbildungsbereich des Diakonievereins zu Gast. Am Ende durften sie gute Erfahrungen und ihre selbst zusammengebauten Vogelhäuschen mitnehmen.
Es wurde laut in der Holzwerkstatt in der Damaschkestraße 4: Nachdem die paarweise an drei Werkbänken stehenden Jugendlichen aus Roitzsch zunächst noch den Einführungsworten von Gruppenleiter Ralf Schulze gelauscht hatten, griffen sie nun auf sein Geheiß zu Hämmern, um die schon bereit liegenden Haus-Einzelteile durch das Einschlagen von Nägeln miteinander zu verbinden.
Nicht nur erforderte das Kraft und Lärmunempfindlichkeit, es war zugleich auch eine Vertrauensübung, denn: Eine hielt, die andere schlug! Manch ein Nagel musste nach den ersten Versuchen direkt wieder mit einer Rohrzange herausgezogen werden, wenn er sich allzu sehr verbogen hatte oder an falscher Stelle wieder aus dem Holz herausgebrochen war.
„Das macht Spaß!“ war dennoch das Credo einer Schülerin, die sich auch von mehreren Einschlag-Anläufen nicht entmutigen ließ.
Unterstützt wurde die Schülergruppe zudem von zwei Teilnehmern des Ausbildungsangebots des Berufsbildungsbereichs, die aktuell im Holzbereich tätig sind.
Für gewöhnlich bekommt der Berufsbildungsbereich des Diakonievereins einmal im Jahr Besuch von einer Schülergruppe aus Roitzsch. Nur letztes Jahr musste die von beiden Seiten geschätzte handwerkliche Begegnung ausfallen: Der Berufsbildungsbereich wechselte sein Quartier und konnte keine Gäste empfangen. Umso schöner war es, dass die Schülerinnen und Schüler im Anschluss auch ihr Mittagessen im Berufsbildungsbereich einnahmen. Es gab Spaghetti Bolognese.
Bald können auch die Roitzscher Singvögel ihre neuen Domizile beziehen – sobald die von den Jugendlichen gezimmerten soliden Holzvogelhäuschen ihre Plätze in Gärten und an Balkonen gefunden haben!









