BAG EJSA auf Sommer- und Verabschiedungsreise

Die Geschäftsführung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (kurz: BAG EJSA) hat am 16. Juni 2026 Station beim Jugendmigrationsdienst des Diakonievereins in Bitterfeld gemacht. Der Austausch war gut, der Hintergrund des Treffens aber ein trauriger.

Zum 31. Dezember 2026 endet das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Projekt „Respekt Coaches“. Davon ist auch der Jugendmigrationsdienst im Haus der Diakonie in Bitterfeld betroffen, der im Rahmen des Projekts eng mit den Respekt Coaches Carolin Neduck und Sina Engelhardt zusammenarbeitet. Diese unterstützen an ihren jeweiligen Einsatzschulen Jugendliche durch Gruppenangebote dabei, sich innerhalb der Gesellschaft zu orientieren und ihre Resilienz gegenüber extremistischen Weltanschauungen zu stärken, z.B. indem sie die Vorteile einer demokratischen Lebensweise vermittelt bekommen. Die Respekt Coaches übernehmen Aufgaben, die so weder von den Lehrkräften noch von der Schulsozialarbeit geleistet werden können.

Die Verkündung der Einstellung des bundesweiten Programms Ende 2023 war für alle Beteiligten ein Schock. Um mit diesem umzugehen, die Respekt Coaches angemessen zu verabschieden und sich über die Vor-Ort-Perspektiven nach Auslaufen des Programms zu verständigen, haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der BAG EJSA seit 2025 auf Reisen durchs Land begeben. Die aktuelle führte sie am 16. Juni nach Bitterfeld, zum Jugendmigrationsdienst des Diakonievereins.

Christine Lohn und Hans Steimle von der BAG EJS sowie Annett Spott, Andrea Mederake und Diana Otte vom Jugendmigrationsdienst tauschten sich mit den Respekt Coaches Carolin Neduck und Sina Engelhardt über ihre jeweiligen Arbeitsfelder aus. Mit dabei waren auch Peggy Hasler, Stadtjugendpflegerin in Bitterfeld-Wolfen, und Antje Roloff, Referentin für Migration und Flucht der Diakonie Mitteldeutschland.

Es ging um aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Jugendarbeit, aber auch um Vieles, das gut funktioniert, aber deutlich mehr Unterstützung verdient hätte.

Für diese einzutreten, ist u.a. Aufgabe der BAG EJSA und dabei helfe ihr, so Christine Lohn, das Unterwegssein. Denn es sind häufig die konkreten Geschichten von konkreten Menschen an konkreten Orten, die am meisten überzeugen.

Und von diesen haben die beiden Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit eine Menge aus Bitterfeld auf die Weiterreise mitgenommen.