Ausgelassene Feier zum 35. Geburtstag des Diakonievereins

Mit mehr als tausend Menschen auf seinem Gelände am Lützowweg in Wolfen beging der Diakonieverein Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen am Samstag sein Jubiläum. Es wurde gedankt, gesungen, getanzt, musiziert, voraus- und zurückgeblickt – und nebenbei wurden 35 Meter Kuchen gemeinsam fast vollständig verzehrt. Ein Tag der spürbaren Nächstenliebe.

Er gilt als eine der gesündesten Früchte überhaupt, es gibt ihn in unglaublich vielen Sorten und er wächst in unmittelbarer Nähe: Der Apfel stand am Samstag symbolisch für die guten Früchte, die der Diakonieverein in 35 Jahren hat reifen lassen. Und er war beim Fest allgegenwärtig: Es gab ihn als Begrüßungsgeschenk aus Holz für alle eintreffenden Gäste, als Heliumballon vor blauem Himmel, als Deko-Element auf der Bühne und an den Ständen, als Girlande, als Kostüm, als Wunschbaumanhänger und eingebacken in große Teile der 35-Meter-langen Kuchentafel. Er steht für Vielfalt und Nähe zugleich. Und beides war während des gesamten Festes spürbar.

Um 11.00 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit einem Dankgottesdienst im Festzelt, begleitet vom Posaunenchor. Pfarrer Michael Bartsch, Theologischer Vorstand des Diakonievereins, predigte zur Nächstenliebe und trug zusammen mit Ronny Hetscher, Leiter des Holzbereichs der Werkstatt, das eigens zum Motto „Wo Nächstenliebe wächst, da reifen gute Früchte“ geschriebene Jubiläumslied vor.

Patricia Metz gab als Kaufmännische Vorständin einen kurzen Abriss zur Geschichte des Diakonievereins, zu neuesten Entwicklungen und überwundenen Schwierigkeiten. Im Beisein auch früherer Vorstände und Mitarbeitender gab es Grußworte von Kuratoriumsmitglied und Superintendentin Dr. Gabriele Metzner, von Landrat Andy Grabner und Diakon Andreas Gebhardt, Leiter des Diest-Hofes in Seyda.

Danach schritt die Festgesellschaft zum feierlichen Anschnitt der 35-Meter-langen Kuchentafel – bestehend aus 88 Blechkuchen, die ebenso viele Mitarbeitende des Diakonievereins sowie Eltern und Großeltern der Schul- und Kita-Kinder gebacken hatten. Nach guten Wünschen seitens des Vorstands für alle Esserinnen und Esser des neu interpretierten Abendmahls verteilten die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Bereiche des Diakonievereins den Kuchen an die versammelten Gäste, Mitarbeitenden und Beschäftigten des Diakonievereins.

So gestärkt begann der zweite Teil der Veranstaltung, in dem die Besucherinnen und Besucher sich entweder über das gesamte Festgelände verteilten, um sich die vielen Stände und eine Fotoausstellung anzuschauen und die zahlreichen Mitmachangebote wahrzunehmen, oder sich ins weit geöffnete Festzelt setzten, um den Bühnenprogramm zu folgen. Bis in den Nachmittag hinein gab es Tanz, Gesang, Klavierspiel, Akrobatik, Trommeln auf Gymnastikbällen und einen Flashmob der Werkstatt-Tanzgruppe „The Dias“, der aufs Publikum übergriff.

Überhaupt breiteten sich von Anfang an Freude und Ausgelassenheit über das gesamte Gelände aus und blieben am Ende in Form von kurzen Notizen auf den Holzäpfeln im Wunschbaum hängen.

„Ich wünsche euch alles erdenklich Gute, auf weitere viele Jahre Diakonie“ war da u. a. zu lesen. Und: „Viel Glück und Freude weiterhin. Dass es euch noch lange gibt!“ sowie: „Ich wünsche mir weitere tolle Feste in der Diakonie“. Aber auch: „Ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen erkennen, wie wertvoll Nächstenliebe ist.“

„Wo Nächstenliebe wächst, da reifen gute Früchte“: Das war für den Diakonieverein am Samstag der Grund zum großen Feiern seines 35-jährigen Bestehens. Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern, die mitgefeiert haben!

Dank auch an Julian Heckel vom Tierschutzverein Zörbig e.V., der für uns die Drohnenfotos vom Gelände und von der großen Kuchentafel gemacht hat!