Ein Gefühl von Geborgenheit
18.01.2010 / 10 Jahre DIAKONIE Soziale Dienste gGmbH
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Frau Petra Wust, gratulierte am 18.01.2010 persönlich Frau Zschiegner und Herrn Rothe zum 10-jährigen Jubiläum der DIAKONIE Soziale Dienste gGmbH mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen und hatte dazu das Regionalfernsehn und die Presse eingeladen.
Der Diakonieverein e.V. Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen hatte die DIAKONIE Soziale Dienste gGmbH Ende 1999 gegründet, um zum 01.01.2000 die bereits bestehenden Diakonie-Sozialstationen Sanderdorf und Brehna-Zörbig in den neuen diakonischen Rechtsträger zu übernehmen. Der Kirchenkreis Brehna als Träger der Sozialstation Brehna-Zörbig wurde damals bei der Neustrukturierung der Kirchenkreise aufgelöst. Die Kirchengemeinde Sandersdorf wollte nicht länger Träger der inzwischen schon gewachsenen Sozialstation Sandersdorf sein und war dankbar, dass eine neue Lösung unter dem Dach die Diakonie Wolfen gefunden war. Nach 10 Jahren kann man heute feststellen, dass beide Sozialstationen ihre regionalen Bezüge erhalten haben und umfangreiche Leistungen der häuslichen Krankenpflege, der Altenhilfe und der Seniorenarbeit erbringen. Die Mitarbeiterinnen sind mit ihrem diakonischen Auftrag für die Menschen da, die uns brauchen und vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit.

Für die Übernahme der Diakonie-Sozialstation wurde vor zehn Jahren die Diakonie Soziale Dienste gGmbH gegründet
VON IRIS LADEMANN, 20.01.10
Geselligkeit mit Handarbeiten in der Sandersdorfer Begegnungsstätte. (FOTO: MZ)
WOLFEN/SANDERSDORF/MZ. Mit einem dicken Blumenstrauß steuert Marlene Mortag auf das Geburtstagskind zu, das ebenso wie sie selbst die bunten Nachmittage in der Begegnungsstätte der Diakonie-Sozialstation in Sandersdorf regelmäßig besucht. "Und jetzt trinken wir erst einmal Kaffee", fordert Gudrun Slowak, Mitarbeiterin der Einrichtung, die 20 Frauen auf. Denn anschließend soll noch tüchtig "gearbeitet" werden.
Dass sich in dieser 14-tägigen Runde kein Mann eingefunden hat, hängt vermutlich damit zusammen, dass nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken gehäkelt, gestrickt und gestickt wird. "Das ist wohl nichts für Männer", ist sich Marlene Mortag sicher und erzählt, dass sie seit Bestehen der Sandersdorfer Diakonie-Sozialstation 1991 die geselligen Nachmittage besucht, mit am Verkaufstisch bei Feierlichkeiten auf Märkten steht, um all die Sachen, die an den kreativen Nachmittagen entstehen, an den Mann zu bringen. Dreimal sei sie gemeinsam mit dem Verein schon umgezogen, doch in diesem 2002 neu gebauten Haus fühle sie sich am wohlsten - was von allen Seiten lebhafte Zustimmung findet.
Die Entscheidung, neu zu bauen, sei unmittelbar nach der Übernahme der Diakonie-Sozialstation Sandersdorf in die vom Diakonieverein Bitterfeld-Wolfen-Gräfenhainichen gegründete "Diakonie Soziale Dienste gGmbH" gefallen. Bernd Rothe, Pädagogischer Geschäftsführer des Vereins, holt etwas aus. "Die bereits seit 1991 bestehenden Sozialstationen in Sandersdorf und Zörbig waren in Trägerschaft der Kirchengemeinde Sandersdorf beziehungsweise des Kirchenkreises Brehna, was Zörbig betrifft." Gegen Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts waren beispielsweise die Kirchenkreise durch Zusammenschlüsse flächenmäßig so gewachsen, dass die Versorgung mit dem bisherigen Personal immer schwieriger wurde. So entstand der Gedanke der Übernahme, die in der Gründung der Soziale Dienste gGmbH gipfelte - unter dem Dach des Diakonievereins.
"Zum Zeitpunkt der Übernahme am 1. Januar 2000 waren insgesamt 35 Mitarbeiter tätig. Heute beschäftigt die Diakonie Soziale Dienste 54 Krankenschwestern und Mitarbeiterinnen in der Pflege und Hauswirtschaft - pflegt, betreut und versorgt 240 Senioren. Der ambulante Pflegedienst von Zörbig betreut flächenmäßig das größere Gebiet. Es reicht von Stumsdorf über Werben, Schrenz, Löbersdorf, Radegast, Weißandt-Gölzau, Löberitz, Salzfurtkapelle, Zschepkau, Köckern, Glebitzsch, Roitzsch, Brehna bis Beyersdorf. Und so manche Adresse werde nicht nur einmal am Tage angefahren. Denn nicht nur die häusliche Krankenpflege zähle zum Aufgabengebiet, sondern auch die hauswirtschaftliche Versorgung und andere Betreuungsleistungen, sowie die Versorgung mit Mittagessen. Bernd Rothe fasst es zusammen: "Unsere Pflege und Betreuung beinhaltet für uns alle Dienstleistungen die am gesunden, kranken, alten oder behinderten Menschen in allen Situationen des Lebens erbracht werden. Das ist unser Pflegeleitbild." Und er setzt hinzu, dass diese geselligen Treffs, wie in der Sandersdorfer Begegnungsstätte, ebenfalls einen wichtigen Stellenwert einnehmen.
In diesem Jahr ist geplant, dass auch in Zörbig eine Sozialstation mit Tagespflege und acht altersgerechten Wohnungen neu entsteht. Im Frühjahr soll bereits die Grundsteinlegung sein.

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